Der Rat der Europäischen Union informiert in der Pressemitteilung vom 12. Oktober über den Beschluss von zusätzlichen restriktiven Maßnahmen gegen insgesamt 1.569 Personen und Einrichtungen im russischen militärisch-industriellen Komplex: 826 Unternehmen und 743 Einzelpersonen, die als CEOs dieser Unternehmen fungieren. Die Gesamtzahl der Listungen unter dem Sanktionsregime zur territorialen Integrität der Ukraine steigt damit auf fast 4.600.
Die betreffenden Durchführungsverordnungen und Beschlüsse können Sie im Amtsblatt der EU einsehen:
Amtsblatt der EU vom 12. Oktober 2026
Die Maßnahmen zielen auf den russischen militärisch-industriellen Komplex, insbesondere auf mittlere Lieferanten, die als dessen Kern gelten. Sie liefern Schlüsselkomponenten für Raketen, Drohnen und Flugzeuge, darunter Elektronik (u. a. Halbleiter, Mikroschaltungen), Kommunikationsausrüstung, Luftfahrt-, Satelliten- und Raketensysteme, Sprengstoffe, Munition, Optik und Navigationssysteme. Mehr als die Hälfte der Listungen betrifft laut Hoher Vertreterin Kaja Kallas die Produktionskette ballistischer Raketen.
Für die gelisteten Personen und Einrichtungen gilt:
- Einfrieren von Vermögenswerten
- Verbot, ihnen direkt oder indirekt Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen bereitzustellen oder zu ihrem Vorteil zur Verfügung zu stellen
- Einreiseverbot in die EU für gelistete natürliche Personen
Tipp:
Gleichen Sie Kunden, Lieferanten und Geschäftspartner schnellstmöglich mit den neuen Listungen ab, einschließlich der Eigentümer- und Kontrollstrukturen, und aktualisieren Sie die Sanktionslisten in Ihrer Screening-Software.
Weitere Details können Sie der Pressemitteilung entnehmen:
www.consilium.europa.eu – Pressemitteilung
Quellen: Amtsblatt der Europäischen Union (eur-lex.europa.eu), Rat der Europäischen Union (www.consilium.europa.eu)