Autorin:      Kathrin Keßler

      Dipl.-Betriebswirtin I M.A. Marketing & Sales

      Semikolon Management GmbH

Die wichtigsten Inhalte im Überblick:
Vertriebskanäle im Ausland: Struktur über Aktionismus
Kulturelle & organisatorische Aspekte: Vertrieb ist People Business
Positionierung & Marke: Vertrieb funktioniert nur, wenn er strategisch gesteuert wird

 

Ein erfolgreicher Markteintritt ist ein bedeutender Meilenstein. Aber er ist noch nicht der entscheidende Faktor für einen langfristigen Erfolg. Es sind tragfähige internationale Vertriebsstrukturen, die darüber entscheiden, ob ein Unternehmen in neuen Märkten wirklich Fuß fasst oder nur präsent ist. 

Warum internationale Initiativen scheitern: Falsche Kanäle, unklare Steuerung, kulturelle Missverständnisse oder Teams, die zwar fachlich stark sind, aber deren Leistung international nicht wirksam kommuniziert wird.

Vertriebskanäle im Ausland: Struktur über Aktionismus

Internationale Vertriebsmodelle können entlang der zwei Achsen Kontrollgrad und Skalierbarkeit strukturiert werden. Wichtig ist nicht der Kanal selbst, sondern wie gut er zur Organisation passt.

Vertrieb über Direktvertrieb oder Partnervertrieb

Im Direktvertrieb hat man die volle Kontrolle über Preisgestaltung, Marke und Kundenbeziehung. Allerdings sind internationale Vertriebskompetenz, belastbare Prozesse und Management-Kapazität wesentliche Voraussetzungen dafür.

Der Partnervertrieb (Distributoren, Agenten, Reseller) senkt die Komplexität und die Kosten für den Markteintritt – aber es braucht eine klare Governance, Incentives und Steuerungslogiken.

Hinweis:
In der Praxis werden strategisch wichtige Kunden häufig direkt betreut, während der Markt über Partner skaliert wird.

Online-Kanäle: E-Commerce & Plattformen

Digitale Vertriebskanäle sind ein tolles Werkzeug, aber sie können keine Strategie ersetzen. Sie erlauben:

  • Markttests ohne Anwesenheit vor Ort
  • Skalierung mit minimalem Ressourceneinsatz und
  • Datengetriebene Kundensegmentierung.

Hinweis:
Voraussetzung für die Ausschöpfung dieser Potentiale: Saubere Zollprozesse, klare Lieferlogiken und konsistente Preisstrukturen – vor allem im B2B-Geschäft.

Internationales Key Account Management (KAM)

Internationale Kunden verlangen nach globaler Steuerung. Um diese mit einem internationalen KAM adäquat beantworten zu können, müssen Sie:

  • Rollenverteilung zwischen Zentrale und Regionen sicherstellen,
  • Angebots- und Preismanagement koordinieren und
  • Kundenprofile im CRM standardisieren.

Ohne diese Klammer entsteht interner Wettbewerb anstelle einer Marktwirkung.

Kulturelle & organisatorische Aspekte: Vertrieb ist People Business

Selten scheitern internationale Vertriebsstrategien an PowerPoint; vielmehr liegt das Problem oft in der Umsetzung der Aspekte, die das Zwischenmenschliche ausmachen.

Vertriebsstory lokal anpassen

Produkte verkaufen sich international nicht immer gleich. Die Argumente, die Entscheidungslogiken und die Erwartungen weichen teils erheblich voneinander ab.

Erfolgreiche Unternehmen zeichnen sich durch eine saubere Trennung aus:

  • Was bleibt global konsistent? (Leistungsversprechen, Branding, Hochwertigkeit)
  • Was wird lokal angepasst? (Handlungsstrang, Nutzenargumentation, Gesprächsführung)

Training & Führung internationaler Teams

Internationale Vertriebsorganisationen benötigen mehr als nur Zielvorgaben – sie benötigen Enablement. Besonders herausfordernd dabei: die internationale Geschäftskommunikation. Viele Fach- und Vertriebsexperten verstehen Englisch gut – jedoch sind sie in entscheidenden Momenten nicht sprachlich handlungsfähig: Bei Verhandlungen, Einwänden, Eskalationen oder dem Beziehungsaufbau.

Tipp:

Genau hier setzt das Language Practitioner Training der Semikolon Group an: kein Schulenglisch und keine Grammatikübungen – sondern praxisnahe Kommunikation in echten Vertriebs- und Gesprächssituationen. Die Teilnehmenden erfahren, wie sie ihre fachliche Kompetenz auf Englisch sicher, klar und souverän vertreten, selbst unter Druck. Das Ziel ist nicht, sprachliche Perfektion zu erreichen, sondern vertriebliche Wirksamkeit.

Lernen Sie das Angebot unverbindlich und kostenfrei am Donnerstag, den 26.03. in den Räumlichkeiten der Semikolon Group in Bremen kennen. Weitere Informationen und Anmeldungen können über die E-Mailadresse info@semikolon-group.de angefragt werden.

CRM & Vertrieb basierend auf Daten

Ein internationales CRM-System sollte nicht als IT-Projekt betrachtet werden; es ist ein wichtiges Führungsinstrument, das Einblick ermöglicht in:

  • Kundenpotenziale,
  • Vertriebsperformance und
  • Qualität der Pipeline.

Positionierung & Marke: Vertrieb funktioniert nur, wenn er strategisch gesteuert wird

Internationale Vertriebsstrategien wirken nicht nur über Kanäle oder Prozesse. Das Wichtigste ist, dass Unternehmen über alle Kontaktpunkte hinweg, also über alle Berührungspunkte mit der Marke, eine konsistente Marktpräsenz haben.

Internationale Markenführung: Konsistenz statt Opportunismus

Die Erfolgsgeheimnisse internationaler Marken liegen darin, dass sie genau festlegen, wofür die Marke global steht, welche Leistungsversprechen unveränderlich sind und wo bewusste lokale Anpassungen von Vorteil sind.

Internationale Markenführung im Vertrieb ist kein zentralistisches Vorgehen, sondern erfordert strategische Leitplanken: Eine gemeinsame Sprache für Nutzenargumente, Serviceverständnis und Auftreten – egal, ob der Vertrieb direkt, über Partner oder digital erfolgt.

Reputation und Vertrauen als strategische Vermögenswerte

In neuen Märkten ist es nicht das Marketing, das Vertrauen schafft, sondern ein konsequentes Verhalten im Vertrieb:

  • Deutlichkeit in Unterhaltungen,
  • Souveränität in herausfordernden Momenten und
  • Zuverlässigkeit in Zusagen und Durchführung.

Fazit: Internationaler Vertrieb wird nicht im Konzept, sondern im Zusammenspiel von Strategie, Organisation und Umsetzung entschieden.

Eine internationale Vertriebsstrategie, die Erfolg hat, verbindet Struktur, Kultur und Technologie:

Unternehmen, die diese Aspekte ganzheitlich betrachten, schaffen mit internationalem Vertrieb eine nachhaltige Marktpräsenz. Alle anderen Vorhaben bleiben in ihrer Umsetzung und Wirkung fragmentiert, unabhängig von Produktqualität oder dem Zeitpunkt des Markteintritts.

Falls Sie Ihre internationale Vertriebsstrategie verfeinern, Ihre Organisation darauf ausrichten und Ihre Teams kommunikativ handlungsfähig machen möchten, reden Sie mit uns. Während die ZOBA in der Umsetzung der Zollaktivitäten tätig ist, unterstützt Sie die Semikolon Group strategisch von der Vertriebsarchitektur bis zur erfolgreichen Markteinführung.

Gehen Sie Ihren internationalen Vertrieb jetzt ganzheitlich an.

Bei Beratungsbedarf steht Ihnen Kathrin Keßler gerne zur Verfügung:

Semikolon Group

Am Tabakquartier 50 | Loft 17 | 28197 Bremen

Telefon +49 421 175 000 93

Mobil +49 171 8601082

E-Mail: kk@semikolon-group.de

www.semikolon-group.de

 

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